Truck Country Letisko Piestany
Dieses Jahr fand vom 20.-22. Juni wieder das alljährliche Truck- Country Festival in Piestany statt. Für all diejenigen, die sich nichts darunter feststellen können: Es ist eine Mischung aus einer Truck- Parade und Austellung verschiedenster Trucks quer durch das Festivalgelände, welche durch Country- und Rockmusik untermalt werden. Bekannte tschechische und slowakische Bands wie Gladiator, Desmod und Krystof fanden sich an diesem Wochenende in der Kurstadt zusammen und zusammen mit dem schönen Wetter wurde das Festival wieder zum Erfolg. Durch die günstigen Campingmöglichkeiten direkt am Festivalgelände, das neben dem Fluss Vah gelegen ist, finden sich alljährlich Festivalbegeisterte von überall zusammen, um das Truck- Country Festival in Piestany mitzuerleben.
Möglichkeiten eine Website zu strukturieren
Um eine genauere Vorstellung, davon zu bekommen, wie bei einer Neustrukturierung einer Website vorgegangen werden kann, habe ich zwei mögliche Verfahren gewählt, die sich gut dafür eignen: „Cardsorting“, um die Menüpunkte der Website nach eigenen Vorstellungen zu strukturieren und die Methode des „Usability- Tests“, um die Seite auf deren Benutzerfreundlichkeit zu prüfen. Diese beiden Verfahren möchte ich nun vorstellen:
Methoden
Card Sorting
Card Sorting eignet sich hervorragend, wenn man an sich auf die Ermittlung der optimalste Informationsdarstellung und -Architektur beschränken möchte. Man erhält mit dieser Methode einen verlässlichen Aussagewert und es hat zum Vorteil, dass man während eines Card Sortings die Schwachstellen beim Wording und den zugrundeliegenden Konzepten aufdecken kann.
Die Methode liefert jeweils eine Reihe von Vorschlägen für die Informationsstruktur. Beim Card Sorting, das von jeder Person selbst durchgeführt wird, rückt die Mustererkennung im Vordergrund. (vgl. Bleiker 2005, im Internet)
Ziel des Card Sorting
Bleiker beschreibt (2005, im Internet), das Ziel der Evaluierung sei es eine Verbesserung der eben angeführten Schwächen und Kritikpunkten, auf Basis von Richtlinien, einschlägiger Literatur und empirischer Daten möglichst konkrete und theoretische begründete Verbesserungsvorschläge zu bieten. Die Meinung von Usern stehe dabei im Mittelpunkt. Es solle eine Seite entstehen, deren Inhalte leicht und übersichtlich zu verstehen und zu lesen seien und deren Layout die User mit qualitativ stilvollem Design anspreche. Die Inhalte sollen logisch strukturiert zu finden sein.
Methode
Die Durchführung eines Card Sortings ist nicht schwer. Man erstellt Cards mit allen für die Gestaltung der Website relevanten Menüpunkten und Informationsbrocken (eventuell auch Links etc.), die man auf der Website oder in der Anwendung zur Verfügung stellen möchte. Jeder Teilnehmer sortiert die Kärtchen dann selbständig und innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens in für ihn logische Gruppen. Während des Sortierens kann und soll sich der Teilnehmer frei über unklare Begriffe äußern und seine Gedanken und Erwartungen zu einzelnen Kärtchen laut formulieren (siehe Auswertung). (vgl. Bleiker 2005, im Internet)
Bleiker (2005, im Internet) erklärt auch, dass man zwischen „offenen“ und „geschlossenen“ Card Sortings unterscheidet. Bei der offenen Variante können von den Teilnehmern nach Herzenslust Kategorien gebildet werden, während bei der geschlossenen Version bereits Kategorien vorgegeben sind, denen im Anschluss die ausgewählten Begriffe zugeordnet werden können. Selbstverständlich können auch beim offenen Card Sorting grobe Vorgaben gemacht werden: So kann z.B. die maximale Zahl der Kategorien festgelegt oder vorgegeben sein, ob die Teilnehmer einzelnen Häufchen eigene Überbegriffe geben können. Weitere Varianten ergeben sich z.B. durch die Option „Begriffe auf den Kärtchen selbst umzubenennen.
Man kann Card Sorting als Einzelperson mittels „Thinking Aloud“ Methode durchführen, beschreibt Friedl (2004, im Internet), in dem der einzelne laut ausspricht, weshalb er wann was tut. Es gibt aber auch Variationen, bei denen die Ergebnisse in der Gruppe erarbeitet werden. Hierbei ist aber die Gefahr zugegen, dass das Ergebnis nicht die wirkliche Meinung der Einzelnen widerspiegelt.
Zur Auswertung
„Auf keinen Fall aber sollte man sich auf die rein mathematische Auswertung numerischer Ähnlichkeitsgrade beschränken. Qualitative Aspekte verfügen beim Card Sorting über eine hohe Aussagekraft. Qualitative Aussagen und die Auswertung des Verhaltens während des Card Sortings liefern zusätzlich zu den quantitativen Daten die eigentliche Haupterkenntnis aus der ganzen Übung. Zu beachten sind also folgende Motive:
· Welche Begriffe bereiteten Mühe bei der Zuordnung? Welche Kärtchen wurden immer wieder umgelegt?
· Bei welchen Begriffen tauchten Verständnisprobleme auf?
· Bei welchen Begriffen wurden die Anwender fehlgeleitet? Wo verbanden sie mit den Worten andere Assoziationen als eigentlich beabsichtigt ist?“ (vgl. Bleiker 2005, im Internet)
Usability Test
Usability- Tests untersuchen die Benutzerfreundlichkeit von Programmen und Anwendungen. Bei solchenTests wird der Umgang der Teilnehmenden mit einer Lernumgebung beobachtet. So können Sie wertvolle Hinweise gewinnen, ob zum Beispiel eine Software für ihre Zielgruppe geeignet ist oder sich die Anschaffung einer bestimmten Infrastruktur lohnt. Usability bedeutet nicht nur‚ dass die Seiten gut zu lesen sind‚ dass Buttons und Links als solche erkennbar sind und dass die Navigation verständlich ist. Das ist‚ was man gewöhnlich unter Benutzerfreundlichkeit versteht. Zu Usability gehört auch‚ dass die Struktur einer Website auf den ersten Blick klar wird‚ dass der Benutzer immer weiß‚ wo er sich befindet‚ und dass die Texte dem Medium entsprechend aufbereitet sind. Inhalte und Präsentation bilden eine Einheit‚ alles ist auf denjenigen ausgerichtet‚ der das Ganze benutzen soll. Usability- Tests verhelfen einer Website also zur benutzerfreundlicheren Einrichtung und durch diese Tests werden die Kriterien, einer benutzerfreundlichen Seite ausfindig gemacht.
Während der Durchführung eines Usabilty- Tests sitzen Evaluatoren gemeinsam mit mehreren potenziellen Benutzer vor der Website und beobachten‚ wie User damit umgehen. Das allein genügt‚ um viele Probleme aufzudecken. Dabei ist nicht die Frage‚ ob Sie Probleme finden‚ sondern nur‚ wie schwerwiegend diese sind. Es gibt keine Site ohne Usability-Probleme. Die Kunst ist‚ die Benutzer möglichst wenig zu beeinflussen‚ sie aber durch geschicktes Nachfragen dazu zu bringen‚ ihre Eindrücke und Erwartungen zu verraten. Meist dauert eine Sitzung mit einer Testperson 45 Minuten‚ dabei wird schriftlich Protokoll geführt oder die Person und/oder der Bildschirm auf Video aufgezeichnet. Es gibt auch Tests mit so genannten Blickverfolgungs-Kameras‚ die registrieren‚ wo die Testperson auf dem Bildschirm wie lange hinsieht (vgl. Usability- Test 2007, im Internet).
Summativ oder formativ?
Je nachdem ob der Usability- Test zur summativen oder formativen Evaluation eingesetzt werden soll, unterscheidet sich die Vorgehensweise und die Zielsetzung.
„Die Hypothesenprüfung wird in der Evaluationsforschung typischerweise vorgenommen, nachdem die Maßnahme abgeschlossen ist. Neben dieser summativen Evaluation sind gelegentlich jedoch auch formative oder begleitende Evaluationen erforderlich, bei denen die Abwicklung der Maßnahme und deren Wirkungen fortlaufend kontrolliert werden“, so beschreiben Hellstern und Wolmann (vgl. Bortz, Döring 2003, S.112). Beispiele für formative Evaluationen seien die deutschen Kabelpilotprojekte Anfang der 80er Jahre, erklären Bortz und Döring (2003, S.113), mit denen die Auswirkungen des Empfangs vieler Fernsehprogramme getestet wurden, oder die Entwicklung einer neuen Unterrichtstechnik, bei der die Praktikabilität der Methode und der Lernerfolge der Schüler unterrichtsbegleitend geprüft werden würden.
Während induktive Tests der formativen Evaluationen dienen ( und somit durch das Schließen von Einzelfällen auf allgemeine Regeln Gestaltungvorschläge für die weitere Entwicklung von Prototypen gehen sollen), können bei deduktiven Tests zur summativen Evaluation mittels globalerer Bewertungsmaßstäbe auch mehrere Alternativen miteinander verglichen oder eine fertige Software hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit bewertet werden. Während induktive Tests vorzugsweise im realen Arbeitsumfeld durchgeführt werden, (z.B. um relevante Störvariablen mit zu erheben), sind bei deduktiven Tests Laboruntersuchungen angezeigt um eine Vergleichbarkeit zwischen den Verfahren gewährleisten zu können. Bei allen Usability-Tests werden vorher erstellte Arbeitsaufgaben durch Nutzer bearbeitet, während ein Experte als Beobachter fungiert. Zu beachten ist, dass auch bei induktiven Tests die gesamte für die Aufgabenbearbeitung erforderliche Funktionalität gegeben sein muss um sinnvolle Ergebnisse zu erhalten, da bei der Bearbeitung ansonsten Probleme entstehen können, die beim realen Produkt nicht auftreten würden. Außerdem müssen die Testaufgaben einer realistischen Arbeitssituation möglichst nahe kommen. Damit geht einher, dass auch die Versuchspersonen möglichst repräsentativ für die spätere Anwendergruppe sein müssen. Diese Voraussetzungen bedingen zwar, dass Usability- Tests nicht genauso zeitig durchführbar sind wie solche Evaluationsverfahren, die anhand von Screenshots oder Mockup- Screens organisiert werden können. Eine Durchführung in recht frühen Stadien ist trotzdem möglich, indem auf Prototypen zurückgegriffen wird, die nur einen kleinen Teil des endgültigen Systems abbilden. Eine möglichst frühe Durchführung ist auch deshalb sinnvoll, weil es den Nutzern in frühen Entwicklungsstadien leichter fällt grundlegende Kritik zu äußern als bei nahezu fertigen Systemen. Diese wiederum geben meist einen realistischeren Eindruck des Endprodukts (vgl. Rosson/Carol in Salaschek, Hilling, Freund& Kuhn 2007, S. 257).
Zusammenfassend ist also, laut Bortz und Döring (2003, S.113) zu sagen, dass summative Evaluation zusammenfassend die Wirksamkeit einer vorgegebenen Intervention beurteilt, während die formative Evaluation regelmäßig Zwischenergebnisse erstellt, mit dem Ziel, die laufende Intervention zu modifizieren oder zu verbessern.
Fragebogen- Verfahren
Es gibt mehrere Arten solche Tests durchzuführen. Eine davon ist auch, einen Fragebogen mit relevanten Fragen bezüglich der Benutzerfreundlichkeit einer Website zu erstellen, die z.B. lauten könnten: „Waren gesuchte Inhalte für dich leicht zu finden?“, oder „Hältst du das Navigationsprogramm der Website für verbesserungswürdig?“ Wir entscheiden uns für letztere Methode, da sie für unser Projekt besser geeignet scheint.
Bei der Fragebogen- Methode werden Nutzer zu verschiedenen Aspekten einer Software befragt. Voraussetzung ist meistens, dass die Nutzer das System gut kennen. Da Fragebögen fast immer quantitative Daten erheben, kann man mit ihnen besonders gut verschiedene Systeme oder Systemversionen vergleichen. Sie werden häufig auch eingesetzt, wenn Mittel für aufwendigere Verfahren fehlen (wie bei uns), oder es nicht möglich ist Nutzer eines Systems längere Zeit für eine Usability Evaluation abzustellen, weil sie kostengünstig sind und ihre Durchführung meist nicht sehr lange dauert. Die meisten der verbreiteten Instrumente liegen inzwischen auch als Computergestützte Version vor, die Erhebung und Auswertung weiter vereinfachen können. Ein qualitativ hochwertiger Fragebogen zeichnet sich neben der ökonomischen Anwendung durch drei Haupt- Gütekriterien aus (vgl. Bortz/ Döring 1995, S.112-113):
- Objektivität: sind die Ergebnisse des Fragebogens unabhängig von den Rahmenbedingungen der Durchführung?
- Reliabilität: Ist der Test frei von Zufallsfehlern?
- Validität: Misst der Fragebogen, was er messen soll?
(vgl. Salaschek, Hilling, Freund& Kuhn 2007, S. 259)
Umgang mit Ergebnissen von Usability- Tests
Je mehr Tests durchgeführt werden‚ desto qualitativer wird die Seitengestaltung. Ergebnisse der Usability-Tests werden üblicherweise in einem schriftlichen Bericht zusammengefasst. Manchmal wird auch eine Dokumentation der wichtigsten Szenen aus den Tests auf Video angefertigt. Das ist besonders hilfreich für Menschen‚ die wenig Erfahrung mit Usability haben. Denn es ist sehr überzeugend zu sehen‚ wie ein z.B. Benutzer Probleme hat‚ den richtigen Button zu finden‚ man selbst ihn aber für offensichtlich hält. Nach der Durchführung eines Usability- Tests werden Probleme analysiert und entsprechend ihrer Bedeutung für den Erfolg der Website gewichtet. Probleme in folgenden Bereichen sollten aufgedeckt werden:
- Missverständnisse bei Begriffen
- Übersehen von Steuerungselementen
- Orientierungsverlust
- technische Probleme
Aus den gefundenen Problemen leiten die Evaluatoren Lösungsvorschläge ab. Diese werden jeweils nach ihrer und nach dem Umsetzungsaufwand beurteilt. Optimal ist es‚ nach der Änderung der Site nochmals zu testen‚ ob die Probleme behoben sind‚ und ob nicht dabei neue Probleme entstanden sind – so kommen Sie auf den Weg zum Erfolg. (Jacobsen 2003, im Internet)
Quellenverzeichnis
Bleiker, Andreas (06.07.2005): Card Sorting – Viele Wege führen zu einer guten Informationsarchitektur. Verfügbar unter: http://www.usability.ch/News_D_NJ/NJ_cards.htm (Zugriff am 10. Dezember 2007)
Bortz, Jürgen; Döring, Nicola (1995): Forschungsmethoden und Evaluation für Sozialwissenschaftler. Berlin: Spinger.
Bortz, Jürgen; Döring, Nicola (2003): Forschungsmethoden und Evaluation. 3. Auflage. Berlin: Springer.
Das Web und die Zugänglichkeit (o.j.). Verfügbar unter: http://www.barrierefreies-webdesign.de/ (Zugriff am 20. Dezember 2007)
Friedl, Silvia (2004): Dokumantation/Beschreibung- Usability ests. Card Sorting. Verfügbar unter: http://dmt.fh-joanneum.at/projects/ebus2/objects/application_pdf/Test_Doku_CardSorting_v1.0.pdf (Zugriff am 11.Dezember 2009)
Gastager, Angela; Patry, Jean- Luc (2001): „Allen Leuten Recht getan…“. Widersprüchliche Anforderungen an die Evaluatoren. Projekt: Evaluation in Education. S.121.
Jacobsen, Jens (06/2003): Usability. Der Weg zum Erfolg. Verfügbar unter: http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_339_usabilitytests.html (Zugriff am 12. Dezember 2007)
Usability Test 13.06.2007. Verfügbar unter: http://www.e-teaching.org/didaktik/qualitaet/usability/ (Zugriff am 18.11.2007)
Piestany
Wer Lust hat, kann hier etwas über die Geschichte Piestanys erfahren. Dieser slowakische Kurort ist meine Heimatstadt und deshalb liegt es mir am Herzen, die Geschichte und die Besonderheiten dieser kleinen Kurstadt in Umlauf zu bringen
. Bei wem ich das Interesse geweckt habe, mehr über Piestany zu erfahren, der möge sich einige Photos anschauen, um sich ein besseres Bild von dem Kurort zu machen, wo sich das einzige Adeli- Zentrum weltweit befindet. Viel Spass beim Entdecken, eure Yvonne
Über das Podcasting- Etwas zum schmunzeln
Für all jene, die auch Schwierigkeiten damit haben, einen Podcast zu erstellen. Hier meine „Leidensgeschichte“ :
„Toll“, denke ich. Einen Podcast zu erstellen, das wollte ich schon lange. Tausend Ideen schießen mir durch den Kopf. Es muss auf jeden Fall etwas mit der Slowakei zu tun haben. Schließlich entscheide ich mich für das Thema- „Vorstellung des Kurortes. Piestany – eine Darstellung der Stadt mit Wort und Bild. Kurze Einführung in die Entstehungsgeschichte der Stadt und die dort angewendeten Therapiemethoden. Piestany als eine sich im Wandel befindende Stadt“. Auf jeden Fall muss das Podcast mit Bildern untermalen werden, denke ich. Daher plane ich den Ablauf meines Podcasts folgendermaßen und schreibe im Konzept: „ Ablauf: Bild vom Krückenbrecher als Wappen Piestanys wird gezeigt, dazu wird der Anfang eines Volksliedes (ja som slovak narodeny) gespielt. Das Lied wird fortgesetzt und weitere alte Bauwerke werden eingeblendet. Hier wird ein Teil der Geschichte per Ton eingeführt…“ „So, der Text wäre geschrieben: ein Teil der Geschichte, der Behandlungsmethoden in der Kurstadt und einige Interviews mit Kurgästen führen- das wird ein toller Podcast“, denke ich und starte gleich nach dem Herunterladen von Audiacy mit der Aufnahme der von mir liebevoll ausgewählten Lieder. Tja leider ist das nicht so einfach, wie wir in der Lehrveranstaltung später erfahren mussten, sich ein beliebiges Lied auszuwählen, denn da haben die Urheberrechte ein, oder zwei Wörtchen mitzureden. Und dabei waren die Lieder so perfekt gewählt um die gewünschten Emotionen zu verstärken (wie die russische Nationalhymne einzuspielen, während es um die Zeit des Kommunismus in Piestany geht). Leider erfuhr ich dieses kleine Detail des prinzipiellen Nicht- verwenden dürfen von geschützten Liedern im Net- was ich bis dahin nicht bedacht hatte, erst dann, als ich schon zahlreiche Aufnahmen von russischen Nationalhymnen, „Ja som Slovak narodeni“ und ähnlichem mit Audiacy gestartet hatte und mit meiner Stimme den Text aufnahm. „Macht nichts“, denke ich und ersetze die gewählten Lieder durch Akkordeonbegleitung meiner selbst. Damit ihr euch das vorstellen könnt: Zum Beispiel habe ich die russische Nationalhymne durch Moll- Akkorde ersetzt. Es hörte sich echt toll an und ich war begeistert von meinem Können, doch leider entpuppte das Öffnen- wollen der gespeicherten Audiacy- Datei, als Ding der Unmöglichkeit. Erst später erfahre ich, dass ich dazu noch ein zusätzliches Programm Namens „Lame“ hätte runterladen sollen, was ich dann auch tue. Nun kann ich meine Tondateien öffnen und bin sehr stolz darauf! Eine Frage bleibt nun jedoch noch offen: Wie schaffe ich es nun, die Bilddateien in mein Podcast zu importieren? Tja, das Leben stellt eben immer neue Herausforderungen und in den nächsten Tagen werde ich mir darüber den Kopf zerbrechen…
Situation der Roma- Minderheit in der Slowakei
Marco Del Pra besuchte die Slowakei und deren Roma- Siedlungen, wie sie unter anderem in Kosice, Svinia und Bystrany zu finden sind. Er verfasste folgenden Reisebericht:
Es herrscht eine zuspitzende Situation der in der Ostslowakei lebenden Romas.
Da in den staatlichen Schulen der Slowakei kein Romanes (die Sprache der Roma) unterrichtet wird, sind drei Viertel der Romakinder dazu gezwungen Sonderschulen zu besuchen, nur ein Drittel von ihnen schafft den Volksschulabschluss. Damit stehen die Jobchancen schlecht, hinzu kommt noch die Diskriminierung der Roma auf dem Arbeitsmarkt, Die Erwerbslosenquote bei über 80%, in manchen Siedlungen bei 100%, was auch Folge der niedrigen Schulbildung ist. Romas werden in der Regel wenig angestellt.
Aus diesem Grund sind Roma in der Regel auf Sozialhilfe angewiesen. Dieses Geld, was ohnehin schon nicht viel war, wurde nun noch einmal um die Hälfte gekürzt. Daraufhin ist es in vielen Siedlungen der Ostslowakei zu Protesten seitens der Romas gekommen, in Form von Demonstrationen und Plünderungen von Supermärkten.
Da die Slowakei nun ein EU- Mitgliedsland geworden ist und die Roma demnach Europäer sind, ist auch die Frage der Roma wieder zu dem gesamteuropäischen Problem geworden, was es eigentlich schon immer war. Denn vor dem zweiten Weltkrieg hat es auch in Deutschland mehr Roma und Sinti gegeben. Die Massenverfolgung der Roma und Sinti während der NS-Zeit gehört leider noch immer zu einem nur ungenügend unaufgearbeiteten Kapitel unserer Vergangenheit.
Aber die gegenwärtige Situation der Sinti und Roma, die sich jetzt noch weit weg in der Ostslowakei abspielt, wird in Folge der Eu- Osterweiterung mit großer Wahrscheinlichkeit auch bald zu uns kommen. Die Angst wird schon geschürt, beispielsweise in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 27.Mai 2004 in dem Prof. Dr. Hans- Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung in München, vor einer Masseneinwanderung nach Deutschland zum Zwecke des „Sozialmissbrauchs“ warnt: „Die Randgruppen der slowakischen Gesellschaft kommen jetzt nach Deutschland.“ und des weiteren bedauert er: „Die Eu- Richtlinie verbietet es, für die Zuwanderung eines mittellosen Roma die gleichen Kriterien festzulegen wie für die Zuwanderung eines vermögenden Römers.“
Die Roma haben als Europäer das Recht auf Bewegungsfreiheit, die europäische Abschiebepraxis lässt sich auf sie nicht mehr anwenden. Auf der Suche nach Arbeit und auf der Flucht vor immer häufigeren rechtsradikalen Übergriffen wird ihr Weg sie, sobald die Slowakei dem Schengener Abkommen beigetreten ist (voraussichtlich 2007/2008 ) und die Grenzen tatsächlich offen sind, auch zu uns nach Westeuropa führen, sofern sie die finanziellen Mittel dazu besitzen.
Auch wir werden uns vielleicht mit Fragen konfrontieren müssen, wie man die unter stalinistischen Zeiten in extra für sie errichteten Plattenbauten zwangsangesiedelten Roma, integrieren kann ohne ihnen unsere Maßstäbe von Wohn- und Lebensraum aufzuzwängen.
Günther Grass, der im übrigen auch eine Stiftung zugunsten des Romavolkes gegründet hat, schrieb in seinem Buch Ohne Stimme, Reden zugunsten des Volkes der Roma und Sinti: „Sie, die Roma, in ihrem permanenten Zustand der Zerstreuung, sind – genau gesehen – Europäer in jenem Sinn, den wir, gefangen in nationaler Enge, vor Augen haben sollten, wenn sich das vereinte Europa nicht zu einem bürokratisierten Verwaltungs-und übermächtigen Wirtschaftskoloss entwickeln soll. Zumindest diese eine, ihre grenzüberschreitende Mobilität, haben uns die sogenannten Zigeuner voraus. Sie sollten sich zuallererst durch einen Europapass ausweisen dürfen, der ihnen von Rumänien bis Portugal das Bleiberecht garantiert.“
Es lassen sich sicherlich verschiedene Erklärungsmodelle finden, wenn es darum geht zu verstehen wie ein Volk, Opfer rassistischer Diskriminierung wird und auf einmal in eine gesellschaftliche Randzone gepresst wird. In der Geschichte der Roma und Sinti ist es wahrscheinlich gerade ihr nomadischer Lebensstil gewesen der Angst, Befremdlichkeit bis zu Hass bei den Europäern auslöste und schließlich im Rassenwahn des Dritten Reiches, der 600000 Sinti und Roma das Leben kostete seinen Höhepunkt fand.
Ein Grund dafür könnte sein, dass die Kulturen, die einen festen Wohnsitz bevorzugen, unbewusst ihre „Zivilisiertheit“ mit Sesshaftigkeit bzw. mit Besitz und materiellen Werten verbinden. Das Volk der Roma, der Sinti und all ihrer Untergruppen basiert jedoch auf ideellen Werten, nur so ist es möglich nomadisch zu leben.
Heute allerdings lässt sich seltsamerweise beobachten, dass sich der Trend unserer Zeit immer mehr an einem nomadischen Lebensstil orientiert. Mobilität ist ein wichtiger Bestandteil des modernen Lebens. Viele Dinge, die man zu einem modernen Lebensstil benötigt richten sich nach dem Mobilitätsfaktor. Das Handy, der Labtop, der Karawan mit Satellitenschüssel für den Sommerurlaub,… Die junge, aufstrebende Generation Westeuropas (zu der ich auch mich zählen muss) bewegt sich auf der Suche nach Arbeit und neuen Projekten von Kontinent zu Kontinent. Gestern Paris, heute Berlin, morgen New York. Die Zeiten der Bindung an Haus und Familie schwinden zusehends.
(vgl. Juliane Wedell und Marco del Pra)
Zu diesem Thema gibt es weitere, informationenliefernde Seiten wie:
Die Romapolitik in der Slowakei
Weitere Links
Weblog- Jozef Cerven. Eine Einführung
Jozef Cerven behandelt in seinem Blog neben aktuellen politischen Geschehen, vor allem Themen die das Minderheitenproblem der Roma und Sinti in der Slowakei . Der Blog ist sehr umfassend gestaltet und die Texte werden durch hinzugefügte Bilder anschaulich gemacht. Jozef Cerven ist ein katholischer Priester aus Lunikov in der Slowakei. Neben einem Verzeichnis verschiedener Rubriken bietet der Blog auch eine Suchfunktion an. Außerdem ist dort die aktuell von Herrn Cerven gelesene Literatur angegeben und von ihm angeführte lesenswerte Textpassagen. Weiters gibt es die Möglichkeit aus einer Liste von Jozef Cervens „Lieblings- Blogs“ und beliebtesten Websites auszuwählen und diese anzuklicken. Eine zusätzliche Kalender- und RSS- Funktion verhelfen dem Blog zu einem noch angenehmeren Gebrauch. „RSS ist ein Service auf Webseiten, der ähnlich einem Nachrichtenticker die Überschriften mit einem kurzen Textanriss und einen Link zur Originalseite enthält. Die Bereitstellung von Daten im RSS-Format bezeichnet man auch als RSS-Feed (engl. to feed – im Sinne von versorgen, einspeisen, zuführen). Er liefert dem Leser, wenn er einmal abonniert wurde, automatisch neue Einträge.“ (wikipedia- RSS)
Besonders ausführlich schildert Cerven die Problematik der Roma und Sinti als Minderheit in der Slowakei. Diese Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist für die Slowaken wichtig, denn die Roma und Sinti zählen zur grössten Minderheit in der Slowakei. Ein strittiger Punkt ist ihre Integrität und die Integrationsarbeit, die das Land Slowakei leistet, oder leisten sollte. USA und EU kritisieren die „wenigen Bemühungen“ um Integration der Minderheit seitens des slowakischen Staates. Im Jahr 2007 hat der europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Tschechische Republik, in der die Situation ähnlich der der Slowakei ist, sogar wegen Diskriminierung verurteilt. In der Slowakei selbst wird die Situation in den Medien anders dargestellt: Es herrscht ein Bild von Roma, die einfach „nicht integrierbar“ sind und sich jeglicher Art von Zusammenarbeit widersetzen. Sie seien nicht interessiert an der Eingliederung in unser gesellschaftliches Beschäftigungs- und Wohnsystem und verbieten Familienmitgliedern durch Ausschlussdrohungen, nach Arbeit zu suchen.
Interessant wäre es, die Wahrheit zu Erfahren, über den schmalen Grad zwischen Diskriminierung und „nicht integriert werden wollen“ der Minderheit in der Slowakei und Tschechien.
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- Beispiele für Podcasts im Net
- Web 2.0 oder „nur“ Content?
- Blogeintrag über Legasthenie bei Schulkindern
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